Ich bin jetzt seit rund 1,5 Jahren selbstständig. In dieser Zeit habe ich meine Kunden vor allem über mein Netzwerk, Empfehlungen oder durch Kaltakquise gewonnen. Nach meinem letzten großen Projekt merkte ich aber, dass in mir etwas brodelt und ich noch nicht das Produkt anbieten konnte, das ich eigentlich vor Augen hatte. Ich habe mir Zeit genommen und über meine Marke nachgedacht. Darüber, wie ich mich aufstellen möchte und was ich mir zutraue – ohne Druck oder Angst. Komplett frei. Nach einigen unruhigen Wochen und Gesprächen mit Freunden, in denen ich sagte „Da liegt irgendwas in der Luft“ oder „Ich brüte irgendwas aus und es ist kein Infekt.“
Dann kam dieser Tag
Dann kam dieser Tag, an dem ich einen Freund treffen wollte und mit ihm meine Gedanken und Pläne durchsprechen wollte. Er hat viel Erfahrung im Bereich Marketing und ich dachte, dass er mir vielleicht einen Schubs in die richtige Richtung geben kann oder den entscheidenden Funken wirft. Aber In der letzten Minute sagte er mir ab – nicht zum ersten Mal. Rückblickend waren diese kurze Enttäuschung vielleicht die Wehen, denn ich hatte danach einfach diesen Drang, Fakten zu schaffen und mein Baby endlich zu gebären. Keine Ablenkungen mehr wie Keller aufräumen oder laufen gehen. Die Zeit war gekommen, in den nächsten Gang zu schalten.
Ich wollte einen Strich unter das Kapitel „Anfangsphase“ ziehen, reflektieren und herausfinden, was ich heute anders machen würde. Über die letzten Monate – eigentlich über die letzten 20 Jahre – habe ich so viele Ideen gesammelt, dass es an der Zeit war, sie neu zu sortieren. Mein Ziel: prüfen, ob sich all diese Fäden in mein Geschäftsmodell einweben lassen. Starting from scratch! Der erste Schritt war einer, den ich schon immer gerne gemacht habe: mich neu erfinden und meine Website neu denken.
Der Sprung ins kalte Wasser
Die erste Version meiner Seite war ein selbstgebastelter One-Pager. Statisch, eindimensional – aber für den Anfang genau das, was ich brauchte. Die Fertigstellung hat mich viel Energie und Nerven gekostet. Alles für die digitale Visitenkarte.
Als die Seite dann endlich online ging, fühlte es sich an, als würde ich nach monatelangem Üben vor dem Badezimmerspiegel plötzlich nackt auf einer Bühne stehen. Vor mir: Freunde, Familie, ehemalige Kollegen. Hinter mir: kein Arbeitgeber, kein bekannter Markenname, kein Team, hinter dem ich mich verstecken konnte.
Es war, als würde ich mein Baby zum ersten Mal der Welt zeigen – und ich wusste nicht, ob es ein „schönes Baby“ war. Aber eines war klar: Es war meins, meine DNA. Falls es misslungen wäre, hätte ich mich nicht distanzieren können. Ich musste dazu stehen.
Der Prozess, zu sich selbst zu stehen
Hinter mir und meinen Ideen zu stehen, war ein jahrelanger Prozess, der durch die Selbstständigkeit erst richtig auf die Probe gestellt wurde.
Natürlich hinterfrage ich mich noch heute – und das will ich auch gar nicht aufgeben. Aber die unbewussten Selbstsabotageakte funktionieren nicht mehr. Gedanken wie „Das kannst du nicht“ oder „Das schaffst du nicht“ tauchen zwar manchmal auf, aber ich erkenne sofort, dass sie nicht wahr sind.
Denn bisher habe ich alles irgendwie gemeistert. Und genau das gibt mir die Zuversicht, auch all die anderen Ideen, die schon lange in mir schlummern, umzusetzen. Auch wenn es chaotisch wird, auch wenn ich den Weg zwischendurch aus den Augen verliere: Dranbleiben, weitermachen, hartnäckig bleiben – das ist mein Motor.
Von PR zu drucktank – und darüber hinaus
Mein ganzes Berufsleben habe ich im Bereich PR, Corporate und Brand Communications gearbeitet. Sich in diesem Feld selbstständig zu machen, war daher logisch. Ich entwickle für meine Kunden Kommunikationskonzepte, Social-Media-Kampagnen, klassische PR und Texte für alle Bereiche der Unternehmens- und Markenkommunikation.
Schon von Anfang an hatte ich den Wunsch, weitere Felder zu erschließen, in denen ich mich kreativ ausdrücken und mit Marken arbeiten kann. Aus dieser Haltung heraus ist drucktank 2.0 entstanden – mit mehreren neuen „Babys“.
Die Babys von drucktank 2.0
- drucktank KOMMUNIKATION
Das Fundament meiner Arbeit – klassische PR, Texte und Kommunikationsstrategien.
- drucktank BRAND STUDIO
Meine Leidenschaft für Details und Markenästhetik führte zu diesem Zweig. Hier biete ich individuelle Beratung für Corporate & Personal Brands, betrachte Außenwahrnehmung über alle Touchpoints hinweg und entwickle Konzepte, die Trends nicht nur mitgehen, sondern setzen.
- drucktank MAGAZIN
Wenn ich Kunden erkläre, wie wichtig ein hochwertiger Blog ist, weiß ich, dass ich das selbst vorleben muss. Schreiben ist meine Leidenschaft – und das Magazin meine Bühne dafür.
- drucktank PODCAST
Nach 12 Jahren Corporate Life habe ich viele Geschichten und Perspektiven gesammelt, die ich teilen möchte. Der Podcast ist mein Raum dafür – und gleichzeitig ein Experimentierfeld für neue Formate.
- drucktank GALERIE
Ich bin ein sehr visueller Mensch. In meiner Galerie teile ich Inspirationen und Eindrücke vergangener Projekte. Zudem führt sie zu meinem Instagram- Account. Eine Art Behind the Scenes meiner Arbeit. Mein Verhältnis zu dieser Plattform ist zwiegespalten – doch ich habe viel gelernt: über Konsistenz, Frustrationstoleranz und die Funktionsweise von Social Media. Dieses Wissen konnte ich bereits erfolgreich für Kundenprojekte einsetzen – von einem Sportwagenhersteller bis zu Großveranstaltungen.
Marken brauchen Bewegung
Um es auf den Punkt zu bringen: Sich weiterzuentwickeln, Ideen eine Chance zu geben, sich selbst immer wieder aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, beweglich zu bleiben und Veränderungen zu umarmen – das ist das A und O für jede Marke.
Genau diese Haltung ist die Saat für drucktank 2.0.
👉 Frage an dich: Bist du gerade deine aktuellste Version, oder ist es Zeit, den nächsten Schritt zu gehen?